Versuchsaufbau
Für die beiden Durchgänge wurden jeweils 192 Ferkel ausgewählt und nach Gewicht, Geschlecht und Abstammung gleichmäßig auf eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe aufgeteilt. Die Versuchsgruppen bekamen jeweils geäckseltes Luzerneheu oder Grascobs als Zulage zum Aufzuchtfutter angeboten. Die Kontrollgruppen erhielten kein Raufutter. Die Ferkel wurden in 16 Buchten zu je zwölf Tieren auf Kunststoffspalten ohne Einstreu gehalten. Die Faserträger wurden in zusätzlichen Trögen bereitgestellt und täglich nach Bedarf eingewogen. Futterreste wurden täglich festgestellt und zurückgewogen.
Die beiden Versuchsdurchgänge gliederten sich in zwei Fütterungsphasen. Phase 1 reichte von 9,5-18,0 kg Lebendgewicht, Phase 2 von 18,0-30,0 kg (oder mehr). Der Verzehr des Ferkelaufzuchtfutters wurde täglich pro Bucht ermittelt. Die Lebendgewichte der Ferkel wurden wöchentlich erfasst. Einmal in der Woche wurde der Kot bonitiert (Note 1-4 von hart bis wässrig). Die Futteruntersuchungen wurden im Labor der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) durchgeführt.
Alle Tiere erhielten über beide Durchgänge das gleiche Ferkelaufzuchtfutter. Die Versuchsrationen waren mit Weizen, Gerste, Sojaextraktionsschrot (48 % Rohprotein), Mineralfutter, Sojaöl und FUmarsäure einfach aufgebaut. Die Rationen entsprachen dem bewährten Ferkelaufzuchtfutter des Betriebes.
Das eingesetzte Luzerneheu hatte einen Rohfasergehalt von rund 30 %, was auf eine Ernte zu Beginn der Blüte hinweist. Der Rohfasergehalt der Grascobs hingegen entsprach dem Tabellenwert einer Ernte im Blattstadium. Die Aufnahmen an Ferkelaufzuchtfutter, Luzerneheu und Grascobs wurden wegen der Vergleichbarkeit auf 88 % Trockenmasse bezogen.
Da es in beiden Durchgängen keine Ausfälle gab, konnten die Daten aller Tiere in die Auswertung einbezogen werden. Die Gewichtsentwicklung der Ferkel verlief in beiden Durchgängen nahezu identisch.